Dorfmail 2021/09 Sondernachricht II

RADBRUCH NACHRICHTEN Die Gemeinde-Rundmail

Neuigkeiten aus dem Gemeindebüro … 

Liebe Radbrucherinnen und Radbrucher,
eine Sondermail zur Information:

in der letzten Dorfmail hatten wir Sie über die ohne Absprache mit uns geänderte Vorfahrtssituation in der Dorfmitte informiert. Am Montag hat dann die angekündigte Aussprache stattgefunden. Teilgenommen haben von Seiten des Landkreises Herr Bretthauer als Verkehrsbehörde, Herr Seegers als Leiter des Betriebes Straßenbau- und Unterhaltung SBU, von der Polizei der Dobslaw und von der Samtgemeinde Frau Kogel und Herr Wegener vom Ordnungsamt. Wir waren mit Dirk Boks und mir vertreten.

Herr Bretthauer erläuterte, dass bereits in der verkehrsrechtlichen Anordnung aus 2011 für das Aufstellen der Ampeln die Änderung der Vorfahrt verfügt worden ist. Das dieses bis kürzlich noch nicht umgesetzt worden ist, war ihm unerklärlich. Aufgefallen ist die Situation einem Planer, der an dem Radschnellweg Hamburg – Lüneburg arbeitet. Der hat die Verkehrsbehörde informiert und dann nahmen die Dinge ihren Lauf.

Herr Bretthauer und auch Herr Seggers entschuldigten sich für die unterlassene Abstimmung und Information der Gemeinde.

Herr Bretthauer und Herr Dobslaw sahen aber keine rechtliche Möglichkeit, die Situation zurückzudrehen und beriefen sich immer wieder auf die damalige verkehrsrechtliche Anordnung, der seinerzeit nicht widersprochen worden ist. Mehr noch als damals hat sich die Kreisstraße heute als die Hauptverkehrsstraße etabliert und muss daher auch vorfahrtsberechtigt sein.

Unsere Forderung, die Situation durch eine Anordnung von Tempo 30 zu verbessern, wurde abgelehnt, da die Anordnung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen nur unter streng reglementierten Gründen möglich ist (z.B. vor stark frequentierten Kindergärten etc.) Dieses sei hier nicht gegeben.

Her Dobslaw hatte aber doch noch einige Vorschläge zur Verbesserung, die er uns erläuterte:
Die Ursache der vermuteten hohen Geschwindigkeit in der Dorfmitte durch die veränderte Vorfahrtssituation sieht er nicht an der Kreuzung, sondern an der langen geraden Strecke durch den Ort, der zu schnellem Fahren einlädt.

Er schlägt folgendes vor:

  • Aufstellen der Ortsschilder Radbruch bereits vor der Mühle, um bereits hier eine erste deutliche Geschwindigkeitsreduzierung einzuleiten. Dieses wird durch die Verkehrsbehörde angeordnet.
  • Der Einbau weiterer Fahrbahnverengungen in der Bardowicker Straße auch auf der Nordseite sollte geprüft und geplant werden.
  • In Abstimmung mit Herrn Bretthauer wird die Anordnung von Tempo 30 vor dem Kindergarten Lollipop geprüft. Dieses kann ein weiterer Punkt für eine Geschwindigkeitsreduzierung sein.
  • Um dem aus der Schäfer-Ast-Straße ausfahrenden Verkehr eine bessere Orientierung zu geben, empfiehlt Herr Dobslaw eine optische Einengung des Mündungstrichters durch eine veränderte Markierung. Dabei ist auch der Fahrweg links abbiegender Radfahrer zu klären. Herr Bretthauer und Frau Kogel stimmen sich hinsichtlich der verkehrsrechtlichen Anordnung ab.
  • Die jetzige Verkehrssituation macht das Einrichten einer Halteverbotszone auf der Südseite der Bardowicker Straße hinter der einmündenden Schäfer-Ast-Straße in Richtung Bardowick erforderlich. Die Anordnung erfolgt durch die Verkehrsbehörde.
  • Alle Teilnehmer empfahlen Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen aus allen Richtungen als Grundlage für weitere Diskussionen.

Wir sind mit dieser Situation nicht zufrieden, sehen aber keine rechtlichen Möglichkeiten, weitere Verbesserungen zu erzielen. Jetzt wird gemessen und beobachtet und wenn nötig, wieder interveniert. 

Über den Ausgang der Gemeinderatswahlen sind Sie sicher schon umfassend informiert. Der alte Rat ist noch bis zum 30.10. im Amt und handlungsfähig. Die konstituierende Sitzung des neuen Rates wird Anfang November stattfinden. Dort wird auch der Bürgermeister gewählt, die Ausschüsse beschlossen und besetzt und die Stellvertreter benannt. Wir informieren Sie rechtzeitig.

Dann wollen wir Sie auf eine weitere Veranstaltung Vorgarten-Flohmarkt in Radbruch hinweisen:

Vorgarten-Flohmarkt in Radbruch

Das ganze Dorf ein großer Flohmarkt:
Am Samstag, 9. Oktober, ab 10 Uhr

steigt in Radbruch der zweite Vorgarten-Flohmarkt. Schon bei der Premiere im Juli dieses Jahres hatten sich rund hundert Familien mit bunten Verkaufsständen vor der eigenen Tür beteiligt. 

„Damals hatten wir nur im Internet geworben,“, sagen die Initiatorinnen Katja Hubert und Manja Lüdemann, sodass es viele im Dorf zuvor gar nicht mitbekommen hatten. Diesmal wollen die beiden Frauen intensiver die Werbetrommel rühren. 

Anmelden können sich Radbrucherinnen und Radbrucher (bitte keine kommerziellen Händler) unter dieser Mail-Adresse: flohmarkt-in-radbruch@gmx.de. Eine Standgebühr wird nicht erhoben. 

Flohmarkt-Fans können sich unter https://tinyurl.com/flohmarkt-radbruch auf der Übersichtskarte ansehen, wo überall Stände stehen und was dort angeboten wird.

Auch fürs leibliche Wohl ist am 9. Oktober gesorgt. Mitten im Ort, auf dem Schulhof der Grundschule, gibt es kalte Getränke, Pommes und Würstchen, Kaffee und Kuchen. Die Dorfgemeinschaft Radbruch freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher!   

So viel für heute aus dem Gemeindebüro.
Ihr Team im Gemeindebüro und ihr Bürgermeister
Rolf Semrok